Produktionstechnologen/-innen richten Produktionsanlagen ein und bereiten den Produktionsanlauf vor. Sie fahren neue Prozesse an, führen Testreihen durch, richten Produktionsanlagen ein, und stellen die Produktionsfähigkeit der Anlagen her, sie programmieren und parametrieren Produktionsanlagen, einschließlich Werkzeugmaschinen, Prüfeinrichtungen und Industrieroboter oder anderen Handhabungssystemen und sie führen Wartungsarbeiten durch. Weiterhin organisieren sie logistische Prozesse für Produkte, Werkzeuge, Prozessmedien und Reststoffe, simulieren Prozesse, produzieren und testen Muster und Prototypen, betreiben Produktionsanlagen, überwachen Prozessabläufe und führen prozessbegleitende Prüfungen durch. Sie realisieren Verbesserungen in den Prozessabläufen, ermitteln Prozess- und Qualitätsabweichungen, und führen dazu systematische Fehleranalysen durch, sie beurteilen und analysieren Produktionsanlagen hinsichtlich der Realisierung von Produktionsaufträgen und sorgen für Informationsaustausch zwischen der Produktion und den anderen Betriebsbereichen und stimmen sich mit ihnen ab.

Produktionstechnologen/-innen arbeiten für …

  • Industriebetriebe aller Branchen

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

 

Bewerber/-innen sollten…

  • über sehr gutes Auffassungsvermögen verfügen
  • technisch und kommunikativ gut drauf sein

 

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens die mittlere Reife, manche sogar Abitur. Nach zwei Jahren findet der erste Teil der Prüfung statt, der mit 35 Prozent ins Abschlussergebnis einfließt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

 

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich (Vergütungstabelle). Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht es weiter, beispielsweise als Prozess- oder Applikationsexperte/-in oder als geprüfte(r) Prozessmanager/-in. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, je nach Fachrichtung z. B.

  • Elektrotechnik
  • EDV
  • Arbeitsvorbereitung, Kostenrechnung

 

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Geprüfte(r) Prozessmanager/-in-Produktionstechnologie
  • Industriemeister/-in
  • Techniker/-in

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, z.B. Elektrotechnik oder Maschinenbau