Fleischer und Fleischerinnen sind Spezialisten für Bestes aus Fleisch. Sie stellen leckere Würste in allen Varianten und Geschmacksrichtungen her. Sie produzieren die verschiedensten Pökelwaren, fertigen gar- und küchenfertige Gerichte und präsentieren sie. Sie beraten ihre Kundinnen und Kunden und unterstützen das Verkaufspersonal beim Anbieten ihrer Waren. Sie wenden dabei immer die Vorschriften des Lebensmittel- und des Hygienerechts sowie des Arbeits- und des Gesundheitsschutzes an und sie berücksichtigen ernährungsphysiologische, ökonomische und umweltbezogene Aspekte sowie Gesichtspunkte des Verbraucherschutzes.

Je nach betrieblichem Bedarf werden Fleischer/-innen während ihrer Ausbildung in zwei der folgenden Bereiche besonders spezialisiert:

  • Schlachten
  • Herstellen besonderer Fleisch- und Wurstwaren
  • Herstellen von Gerichten
  • Veranstaltungsservice
  • Kundenberatung und Verkauf
  • Verpacken von Produkten

 

Fleischer/-innen arbeiten für …

  • Fleischerhandwerk
  • Fleischerfachgeschäfte und Einzelhandel
  • Ernährungsindustrie
  • Fleischgroßhandel
  • Schlachthöfe
  • Zerlegebetriebe

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

 

Bewerber/-innen sollten …

  • einen guten Geruchs- und Geschmackssinn mitbringen
  • anpacken können
  • Wert auf Sauberkeit und Hygiene legen
  • Spaß haben an der Zubereitung von Nahrungsmitteln

 

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber einen Hauptschulabschluss, manche sogar die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Ein ärztliches Gesundheitszeugnis ist erforderlich.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich (Vergütungstabelle). Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht’s weiter, beispielsweise im Fachverkauf oder der Anlagenbedienung. Ziel kann vor allem auch die berufliche Selbständigkeit sein.

 

Folgende Weiterbildungen sind möglich:

  • Fleischermeister/-in (ist z.B. Voraussetzung für die Selbständigkeit im Handwerk)
  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis, Ausbildereignungsprüfung ist auch Bestandteil der Meister/-innen-Prüfung) Spezialisierung z.B. auf Nahrungsmittelherstellung, Lebensmittelkontrolle, Hotel- und Gaststättengewerbe, Fachverkauf, Kundenberatung oder Anlagenbedienung.