Bühnenmaler/-innen und -plastiker/-innen entwickeln Figuren, Ornamente auf der Basis von Vorlagen und Gesprächen, fertigen Zeichnungen  von Gebäuden, Landschaften, Lebewesen und Phantasiedarstellungen an und modellieren aus knetbarer Masse plastische Elemente. Sie be- und verarbeiten Textilien, Folien, Kunststoffe, Hölzer, Metalle und plastische Massen, sie grundieren den Untergrund, strukturieren Oberflächen mit plastischen (formbaren) Massen, bearbeiten Oberflächen für transparente und deckende Malereien, bringen auf starre und aufrollbare Dekorationsteile Malereien, Putz, Mauerwerk, Stein und sonstige Imitationen auf und schreiben unterschiedliche Schriften in verschiedenen Techniken.

 

Bühnenmaler/-innen und -plastiker/-innen arbeiten für …

  • Theater
  • Opernhäuser
  • Messebau
  • Fernseh- und Filmproduktionen

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

 

Bewerber/-innen sollten …

  • räumlich und farblich gut sehen können
  • in der Lage sein, eigenständig kreativ und zugleich nach Vorgabe zu arbeiten
  • viel Begabung fürs Zeichnen, Malen und Gestalten haben
  • Interesse an Kunstgeschichte und Kultur haben
  • gerne handwerklich arbeiten

 

Nicht geeignet ist die Ausbildung …

  • bei Empfindlichkeit und Allergien gegenüber Lösungsmitteln und Lacken.

 

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Ausbildungsbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber einen Hauptschulabschluss oder auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Die Ausbildung dauert drei Jahre. Der Ausbildungsberuf wird seit August 2000 neu angeboten. Im letzten Ausbildungsjahr können Sie sich in einer der beiden Fachrichtungen spezialisieren:

 

Maler/-in

Ausbildungsinhalte:

  • Farben mischen und mit der Beleuchtung abstimmen
  • Kopien und Imitate anfertigen
  • Bühnenmalereien vorbereiten und herstellen

 

Plastiker/-in

Ausbildungsinhalte:

  • Werkstoffe und Techniken auswählen und anwenden
  • plastische Elemente herstellen und vervielfältigen
  • Klebe- und Verbindungstechniken anwenden
  • imitieren und kopieren

 

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich (Vergütungstabelle). Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht’s weiter. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Eine von vielen möglichen Weiterbildungsoptionen ist die zum/zur Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis). Diese Ausbildereignungsprüfung ist auch Bestandteil der Meisterprüfung.