Steindruckverfahren (Lithographie) werden im künstlerischen Bereich eingesetzt. Mit Lithografie werden bezeichnet:

  • die Steinzeichnung als Druckvorlage und Druckform zur Vervielfältigung mittels des Steindruckverfahrens,
  • der Abzug (Farbübertragung) vom Stein auf geeignetes Papier in der Steindruckpresse als das Ergebnis dieser Vervielfältigung,
  • das handwerkliche oder maschinelle Steindruckverfahren an sich.

 

Ein Lithograf ist jemand, der die Steinzeichnung – also die zu druckenden Texte und Bilder – auf einem Lithografiestein manuell und seitenverkehrt anfertigt. Der Steindruck basiert auf einer Erfindung aus dem Jahr 1798. Es war im 19. Jahrhundert das einzige Druckverfahren, dass größere Auflagen farbiger Drucksachen ermöglichte. Als Druckform diente in Deutschland ein Kalkschieferstein, der in in Bayern gebrochen wurde. Bis 1930 war der Steindruck eine sehr häufig verwendete Drucktechnik für verschiedene Drucksachen, wurde jedoch danach sukzessive vom Offsetdruck abgelöst und wird heute nur noch im künstlerischen Bereich eingesetzt. Für die heutige Massenproduktion von Drucksachen ist der Steindruck ungeeignet, da er im Vergleich zu anderen modernen Drucktechniken unwirtschaftlich ist.

 

Steindrucker arbeiten in Druckereien des Flach- und Offsetdrucks und in lithographischen Werkstätten.

Diese Berufsausbildung wird nur in bestimmten Regionen angeboten.

 

Dauer der Ausbildung

  • 3 Jahre

 

Ausbildende Betriebe

  • Steindruckereien
  • Verlage

 

Abschluss

  • Die Ausbildung endet mit bestandener Gesellenprüfung

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich beruflich weiterzubilden, z.B.

  • Druckweiterverarbeitung, Buchbinden – Fachfortbildung
  • Grafik, Schriftgestaltung

 

Anschließend ist eine Qualifikation zum/zur Meister/-in und auch ein Studium möglich.