Berufskraftfahrer/-innen transportieren Güter oder befördern Personen entweder in begrenzten Regionen, deutschlandweit und evtl. auch ins Ausland. Berufskraftfahrer/-innen beherrschen aber nicht nur ihre Fahrzeuge, also Lastkraftwagenzüge und Busse, sie verstehen auch jede Menge von Fahrzeugtechnik. Außerdem planen sie ihre Touren, wissen auf was es beim Transport der verschiedenen Güter und der Personen ankommt und kennen sich mit den Grenzformalitäten und Verkehrsbestimmungen im Ausland aus. Bei ihrem Job tragen sie viel Verantwortung für Mensch und Umwelt. Verkehrssicherheit und Umweltschutz stehen für sie daher an erster Stelle. Während der Ausbildung wird der Führerschein für Lastkraftwagen ab dem 18. Lebensjahr, für Omnibusse ab dem 20. Lebensjahr erworben. Die Kosten hierfür trägt der Ausbildungsbetrieb.

Berufskraftfahrer/-innen arbeiten für …

  • Spediteure/Transportunternehmen
  • Reiseverkehrsunternehmern
  • kommunale Verkehrsunternehmen

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet

Bewerber/-innen sollten…

  • wissen, dass sie einen Beruf mit viel Verantwortung übernehmen
  • sich für technische Zusammenhänge interessieren
  • bereit sein auch nachts oder am Wochenende zu arbeiten
  • kontaktfreudig sein und kundenorientiert arbeiten

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss, manche sogar die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung. Aufgrund der o.a. Führerscheinregelungen kann eine Ausbildung erst mit dem 16. (Lastkraftwagen) bzw. 18. Lebensjahr (Omnibusse) begonnen werden.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich (Vergütungstabelle).

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht‘s weiter, beispielsweise als Verkehrsfachwirt/-in. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein.

Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.

  • Gefahrgutverladung und-transport
  • Tiertransport
  • Sicherheitstechnik

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Kraftverkehrsmeister/-in
  • Verkehrsfachwirt/-in

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, z.B. Dipl.-Ingenieur/-in-Transportwesen