Im eigentlichen Sinne ist hier vom Beherbergungsgewerbe die Rede, das Hotel ist dabei nur eine von mehreren Kategorien. Da neben der Beherbergung aber noch Service unterschiedlichster Art und auch Verpflegungsleistungen angeboten werden, spricht man von der Branche des Hotelgewerbes. Ein Hotel ist durch verschiedene Mindeststandards gekennzeichnet, die es letztlich von anderen Unternehmensformen der Hotellerie unterscheidet. Ein Hotel verfügt mindestens über einen Empfang (Rezeption) und über Zimmer, die mindestens mit Bett, Schrank, Tisch und Waschgelegenheit ausgestattet sind. Zusätzlich verfügt jedes Hotel über einen gastronomischen Bereich, wo mindestens ein Frühstück für die Gäste angeboten werden kann. Es gibt Hotels in verschiedenen Preis-und Komfortklassen, wobei die bekannte Klassifikation nach Sternen international sehr unterschiedlich gehandhabt wird. In Deutschland werden Sterne in 5 Kategorien einheitlich durch die DEHOGA vergeben, zusätzlich zu jedem Stern ist eine Aufwertung durch den Zusatz „Superior“ möglich. Diese einzelnen Stufen der Klassifizierung werden in der Regel durch Zimmerausstattung und Service bestimmt. So ist es in größeren Hotels durchaus üblich, neben dem Empfang auch noch eine Bar und ein Restaurant anzubieten, Tiefgarage, Schwimmbad und Fitnessbereich. In der 5-Sterne-Kategorie ist auch die Rezeption immer besetzt, so dass Serviceleistungen rund um die Uhr gewährleistet sind. Neben der Ausstattungsklassifikation lassen sich Hotels auch noch hinsichtlich der Zielgruppen bzw. hinsichtlich spezieller Angebote unterscheiden. So gibt es z.B. Vollpension, Halbpension und Hotel garni, abgestuft nach dem Verpflegungsumfang. Es gibt Kongresshotels, Sporthotels, Kinderhotels und Wellnesshotels. Die Hotels werden international nach noch weiteren Gesichtspunkten differenziert, um jeweilige Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale besonders kenntlich zu machen.

Von den Hotels zu unterscheiden sind Pensionen, die vor allem den eher privaten Rahmen der Beherbergung und Verpflegung in den Vordergrund stellen. Daneben gibt es noch die Gasthäuser, bei denen vor allem der Restaurantbetrieb im Vordergrund steht. Die Bereithaltung von Übernachtungsmöglichkeiten ist hier lediglich ein zusätzliches Serviceangebot. Eine weitere Abstufung wird dann in Wohnheimen erlebbar, wo lediglich die Möglichkeit des zeitlich begrenzten Aufenthaltes mit Schlafgelegenheit angeboten wird. Letztlich gehören in diese Branche auch die viel diskutierten Ferienwohnungen, die in hoch frequentierten Urlaubsorten seit Jahrzehnten zum Angebot gehören. Lediglich in Berlin sind in den letzten Jahren einige Auswüchse erkennbar geworden, die es zu begrenzen gilt.

Die Branche der Hotellerie ist also eine sehr vielseitig gestaltete Beschäftigungsmöglichkeit für grundsätzlich serviceorientierte Menschen. Die einzelnen Abstufungen in Service und Ausstattung sind durchaus geeignet, sich während der Ausbildung und in den ersten Berufsjahren ein umfassendes Bild von der Branche insgesamt vermitteln zu lassen. Langfristig ist in Berlin und Brandenburg mit relativ stabilen Zahlen für die Hotellerie zu rechnen, so dass sich Ausbildung und Beschäftigung hier ausdrücklich lohnen. Aufgaben gibt es dabei für viele Berufsfelder und auch Quereinsteiger mit der gewissen Servicementalität haben in dieser Branche durchaus gute Chancen. Da Vielseitigkeit oft Vorsprung vor anderen verspricht, sollte man sich durchaus in verschiedenen Häusern etwas Wind um die Nase wehen lassen.