Im Gegensatz zum Hotelgewerbe, wo in der Regel die Beherbergung im Vordergrund des Dienstleistungsangebotes steht, sind Restaurants eine Kategorie des Gastgewerbes, in dem vor allem speisen und Getränke zum sofortigen Verzehr angeboten werden. Hierfür werden entsprechende Aufenthaltsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt. Neben Restaurants, die eine gehobene Gastlichkeit versprechen, finden sich in diesem Gewerbe verschiedenste Angebotsarten, die auch und vor allem regional geprägt sind. So gibt es z.B. Gasthöfe, Gastwirtschaften, Wirtshäuser, Dorfkrüge, Bierkneipen, Bars, Diskotheken und Tanzlokale.

In Deutschland werden all diese Angebotsformen unter dem Oberbegriff „Gaststätte“ zusammengefasst. Einen rechtlichen Rahmen für dieses grundsätzlich genehmigungspflichtige Gewerbe finden wir im deutschen Gaststättengesetz. Darin wird zwischen Schankwirtschaften und Speisewirtschaften unterschieden, also danach, ob des Trinken oder das Essen den Dienstleistungsschwerpunkt bilden. Die Konzession, also die Genehmigung zum Führen einer Gaststätte, regelt auch Einzelheiten des Betriebs. So etwa die berechtigten Personen, die Art des Betriebes, die Ausstattung der Räumlichkeiten, die Anzahl der Toiletten usw. Es gibt verschiedene Entwicklungen, die dem traditionellen deutschen Konzessionsrecht zuwiderlaufen und nicht unbedingt qualitätsfördernd wirken. So ist es z.B. seit 2005 möglich, Gaststätten ohne Erlaubnis zu betreiben, wenn kein Alkohol ausgeschenkt wird. Darüber hinaus gibt es vor allem im ländlichen Raum Vereinsheime und Feuerwehrhäuser, die selbständig für Ihre „Mitglieder“ Ausschank betreiben und Feste feiern, ohne eine Gaststättenkonzession besitzen zu müssen. Dies unterläuft natürlich den ohnehin harten Wettbewerb und bedarf der Korrektur durch den Gesetzgeber.

In Berlin gab es, nach offiziellen Angaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft, im Jahre 2013 ca. 16.000 registrierte Betriebe dieser Branche. Dabei überwiegt eindeutig die Anzahl der Restaurants, Imbisse, Cafes und Eisdielen, neben Kantinen und Cateringbetrieben, also die Speisewirtschaften. Hier gibt es auch die deutlich breiteste Palette der Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb der Branche.

So multikulturell und vielseitig wie Berlin, so breit gefächert ist auch das gastronomische Angebot dieser Stadt. Hier finden sich Nobelrestaurants, Michelin-Stern gekrönte Gourmettempel, Spezialitätenrestaurants aller Kontinente, klassische Kneipen mit typisch Berliner Küche, internationale und heimische Imbisse aller Größenordnungen, sowie vielfältige Erlebnisgastronomie.

Damit bietet sich für viele Berufsgruppen ein chancenreiches Beschäftigungsangebot, was für serviceorientierte Menschen spannende Aufgaben und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten bereithält. Langfristigen beruflichen Erfolg haben natürlich nur  diejenigen, die die Besonderheiten der Branche verinnerlichen und die sprichwörtliche Gastfreundlichkeit auch zu leben bereit sind. Viele Gaststättenbetriebe in Berlin haben einen exzellenten Ruf über Stadt-und Landesgrenzen hinaus. Die bunte Vielfalt des Angebots und die Weltoffenheit der Stadt schlagen sich merklich auch im gastronomischen Bereich nieder. Dies ist natürlich in erster Linie dem Personal geschuldet, dem der Nachwuchs für die kommenden Jahre in Nichts nachstehen sollte.