Medizin, Pflege, Körperpflege Collage

Die Gesundheitswirtschaft ist einer der größten Teilbereiche der Volkswirtschaft. Allein im Raum Berlin-Brandenburg wird hier ein jährlicher Umsatz von 16 Mrd.Euro erzielt. Die Gesundheitswirtschaft in Berlin hat sich in den letzten Jahren als enorm wachstumsstark und konjunkturunabhängig erwiesen. In den nächsten Jahren wird dieser Sektor überproportional wachsen und damit noch mehr Menschen Beschäftigung bieten. Dabei ist das Betätigungsfeld in der Gesundheitswirtschaft sehr vielfältig und sehr breit gefächert. Der Dienst am Menschen gewinnt durch die demografische Entwicklung in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Die Entwicklungschancen bieten für jeden Einzelnen eine Fülle an Möglichkeiten. Dabei müssen Karrierewege auch nicht immer gleichförmig und schemenhaft verlaufen. Dabei umfasst die Dienstleistungsbranche der Gesundheitswirtschaft eine Vielzahl von Leistungsbereichen. Es gibt sog. Kernbereiche der Gesundheitswirtschaft, wozu Krankenhäuser, Arzt-und

Zahnarztpraxen, Rettungsdienste, sonstige Praxen, Pflegeheime, Alten-und Behindertenwohneinrichtungen, Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen der Suchtbekämpfung und psycho-sozialen Betreuung gehören.

Daneben gibt es den großen Bereich des Handels, der unmittelbar auf medizinische, pharmazeutische und orthopädische Erzeugnisse spezialisiert ist, wie z.B. Apotheken und Sanitätshäuser bzw. besondere Hilfsmittel und Dienstleistungen anbietet, wie z.B. Augenoptiker und Hörgeräteakustiker.

Die Beschäftigung in der Gesundheitswirtschaft hat sich seit 2000 in der Region Berlin- Brandenburg deutlich positiver entwickelt als die Gesamtbeschäftigung. Seit 2000 stieg die Beschäftigtenzahl in der Gesundheitswirtschaft in Berlin um knapp 25%, in Brandenburg sogar um etwa 30%. So sind heute fast 20% aller Beschäftigten in Berlin in dieser Branche tätig, in Brandenburg fast 15%. Hier zeigt sich, wie wichtig die Gesundheitsbranche für die Entwicklung der gesamten Beschäftigung ist, sie kompensiert sogar starke Rückgänge in den übrigen Wirtschaftsbereichen.

Die hohen Qualifikationsanforderungen in dieser Branche, sind das Fundament für die hohe Qualität und für den sehr hohen Standard dieser Dienstleistungen am Menschen. Die wenigen noch dort tätigen ungelernten Arbeitskräfte, werden in naher Zukunft sukzessive durch gezielte Qualifikationsmaßnahmen dem Niveau angeglichen. Der Branche insgesamt ist ein hohes Maß an Fort-und Weiterbildungsbereitschaft innewohnend, denn die Entwicklungen im Gesundheitsbereich sind nie durch Stillstand geprägt.

Wer sich also für eine berufliche Zukunft in einer führenden Zukunftsbranche entscheiden möchte, sollte persönliche Voraussetzungen und Bereitschaften prüfen. So sollte eine grundsätzliche Dienstleistungsbereitschaft vorhanden sein, geprägt von fachlichem Interesse und Kompetenz. Die Bereitschaft zur Fortbildung und Spezialisierung sollte grundsätzlich vorhanden sein, neue Trends und Entwicklungen bedürfen immer auch des Schritthaltens beruflicher Qualifikation.

Wesentlich in dieser Branche sind kommunikative Kompetenzen, ein hohes Maß an Sozialkompetenz und eine sprichwörtliche Hilfsbereitschaft. Nur wer den Dienst am Menschen gern leistet, der leistet ihn gut und zuverlässig. Dazu zählt auch Flexibilität in der Gestaltung des Lebensrhythmus, denn Schichtarbeit ist hier fast durchgängig ein wichtiges Thema. Bei gegebenem Interesse und den nötigen Voraussetzungen, beruflich für Pflege und Gesundheit der Menschen sorgen zu wollen, den erwartet eine Wachstumsbranche, die berufliche Zukunft und persönliche Entwicklungschancen bietet.

Dabei sind die Grenzen der Gebiete untereinander oft fließend, so dass sich Wechsel und Verlagerungen der Interessenschwerpunkte durchaus unproblematisch bewerkstelligen lassen.