Der Umsatz der Berlin-Brandenburger Gesundheitswirtschaft beträgt aktuell rund 16 Mrd. Euro. Die Gesundheitswirtschaft in Berlin hat sich in den vergangenen Jahren als äußerst krisenresistent und konjunkturunabhängig erwiesen. Auch auf Bundesebene ist die Branche in solider Verfassung. Auch zukünftig wird die Gesundheitswirtschaft stärker wachsen als die Gesamtwirtschaft. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft arbeiten derzeit ca. 314.000 Personen in der Berlin-Brandenburger Gesundheitswirtschaft. Dies entspricht einem Anteil von elf Prozent der Erwerbstätigen an der Gesamtwirtschaft. Bis zum Jahre 2030 sollen fast 370.000 Menschen hier tätig sein. Die Hauptstadt ist mit über 280 Firmen der Medizintechnik und 220 Biotechnologiefirmen, 30 Pharmaunternehmen und 132 Kliniken eines der wichtigsten Zentren der Gesundheitsbranche Deutschlands. Jahr 2030 mit rund 368.000 Beschäftigten eine Bruttowertschöpfung von etwa 20 Milliarden Euro erreicht wird.

Um die Medizin-Branche innerhalb der Gesundheitswirtschaft eindeutig von der Pflegebranche abzugrenzen, sind im Folgenden die für die Medizin relevanten Tätigkeitsbereiche benannt: Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen, Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten, Reparatur und Wartung von Medizintechnik, Herstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien, Handelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen und orthopädischen Artikeln und Laborbedarf, Ärztebedarf, Dentalbedarf, zahnärztlichen Instrumenten, Krankenhaus- und Altenpflegebedarf, Großhandel mit pharmazeutischen, medizinischen und orthopädischen Erzeugnissen, Apotheken, Einzelhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Versandhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen, Krankenversicherungen, Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie, Forschung und Entwicklung in den Bereichen Medizin und Pharmazie, Beratung im Gesundheitswesen, Vermietung von medizinischen Geräten,  pflegende und assistierende Tätigkeiten in Krankenhäusern, Arzt- und Zahnarztpraxen, Massagepraxen, Heilpraktikerpraxen etc.

Viele der hier aufgezählten Tätigkeitsbereiche leiden ebenfalls unter akutem Fachkräftemangel. Da hier vornehmlich hochqualifizierte Arbeitskräfte benötigt werden, ist dem Engpass lediglich mit verstärkter Ausbildung für die Zukunft beizukommen. Hier gilt es für die Zukunft nicht nur das Personal zu sichern, was altersbedingt ausscheidet, es gilt auch Sorge für die weitere Expansion der Branche in der Region zu tragen, dass ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Ohne dieses dürften die expansiven Entwicklungen hier ganz schnell ins Stottern geraten.

Damit ergeben sich exzellente Voraussetzungen, in dieser Branche seine berufliche Zukunft zu suchen und auch auf Dauer zu finden. Ausbildungs- und Entwicklungspotenziale gestalten sich momentan äußerst günstig. Allerdings sollte man hier auch das nötige Interesse und eine Positive Grundeinstellung zur Branche mitbringen. Die Aufgaben können hier durchaus vielseitig, abwechslungsreich und anspruchsvoll sein. Dies gilt auch für Quereinsteiger, deren Chancen hier momentan sehr gut sind. Wer sich also mit Gedanken zur beruflichen Veränderung trägt, der sollte sich durchaus einmal mit den Möglichkeiten des Einstiegs in die Medizin-Branche beschäftigen.