Transport, Verkehr, Spedition Collage

Diese Branche ist für alles zuständig, was rollt, fliegt und schwimmt. Es werden Menschen und Güter auf den unterschiedlichsten Wegen transportiert, diese Transportmöglichkeiten müssen organisiert und professionell begleitet werden. Die Verfügbarkeit der Transportmittel und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Transportwege, all das und noch vieles mehr, wird in diesem Wirtschaftszweig bewerkstelligt. Der Wirtschaftsfaktor hat eine enorme Bedeutung, die in Zukunft noch zunehmen wird. Daneben gibt es hier einige der sog. „Traumberufe“, deren Verwirklichung auf unterschiedlichstem Wege möglich ist. In dieser Branche seinen Beschäftigungsplatz zu finden bzw. den nächsten Schritt in der beruflichen Entwicklung zu machen, ist eine weitsichtige Entscheidung.

Die Vernetzung der globalen Handels- und Verkehrsströme hat in den vergangenen Jahren zu einer steigenden Nachfrage nach Speditions-, Transport- und Logistik-Dienstleistungen geführt. Dabei stehen die Unternehmen sowohl innerhalb des Gewerbes als auch branchenübergreifend zunehmend im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.

Massive Schwierigkeiten treten etwa bei der Besetzung offener Stellen für Schienenfahrzeugführer/-innen und Berufskraftfahrer/-innen auf. Angesichts der hohen Altersstruktur der Beschäftigten in weiten Teilen der Verkehrsbranche, ist in den kommenden Jahren mit einer weiteren Wettbewerbsverschärfung auf den Arbeitsmärkten zu rechnen. Dementsprechend dürften damit die Aussichten auf interessante Stellenangebote mit Perspektiven ebenso steigen, wie Aus-und Weiterbildungsplatzangebote.

Von besonderem Interesse für die Branche ist die Region Berlin/Brandenburg. Die Hauptstadtregion verbindet das westliche und das östliche Europa. Hier ist der Schnittpunkt der europäischen Verkehrswege und die Drehscheibe der Europäischen Union, dem größten Binnenmarkt der westlichen Welt. Die Region verfügt über eine umfangreiche und leistungsfähige Straßen-, Eisenbahn- und Binnenwasserstraßen-Infrastruktur.

Maßgeblich bestimmt wird sie durch die Qualität und Quantität der Zugangsstellen. Zur Verknüpfung aller Verkehrsträger (Eisenbahn, Güterkraftverkehr und Binnenschiff) dienen insbesondere Güterverkehrszentren (GVZ) als Schnittstellen.
Zwölf neu ausgebaute Autobahnen mit 790 Kilometern Streckenlänge, 1.485 Kilometer modernisierte Eisenbahnhauptstrecken, 900 Kilometer Bundeswasserstraßen und zwei internationale Flughäfen verbinden die Hauptstadtregion mit den wichtigen Märkten der Welt. Der Ausbau des Flughafens Schönefeld zum internationalen Luftdrehkreuz bringt zusätzliche Dynamik für den Logistikstandort, unter anderem durch exklusive Relationen zu den Wirtschaftsmetropolen in Asien.

Für Seehafenhinterlandverkehre ist Berlin-Brandenburg außerdem ein idealer Umschlagplatz für Güter aus Übersee. Die Fertigstellung des neuen Schiffshebewerks Niederfinow ermöglicht ab 2015 die direkte Verbindung zu den Ostseehäfen mit modernen Binnenschiffen.

Die Güterverkehrszentren Berlin-Brandenburgs zählen international zu den modernsten: Berlin Süd gehört im europaweiten Standortvergleich der Deutschen GVZ-Gesellschaft zu den Top 10, die Güterverkehrszentren Berlin Süd und West belegen deutschlandweit nach Umsatzgröße die Plätze drei und vier. Darüber hinaus bietet die Hauptstadtregion insgesamt sieben öffentliche Kombiterminals. In der Region, mit insgesamt etwa sechs Millionen Einwohnern, können innerhalb eines Tages per LKW und Bahn mehr als 200 Millionen Konsumenten erreicht werden.

Die Wirtschaftskraft der Branche wird anhand der Beschäftigung deutlich. Insgesamt sind in der Hauptstadtregion etwa 180.000 Personen mit logistischen Tätigkeiten betraut. Die Bedeutung dieses wesentlichen Wirtschaftsfaktors wird weiter zunehmen. Damit steigt auch der Bedarf an Fachkräften. Eine interessante Zukunftsperspektive also für all jene, die in Verkehr, Transport oder Spedition ihre berufliche Zukunft sehen.