Destillateure/-innen stellen trinkbaren Alkohol aus natürlichen Rohstoffen wie Obst, Kartoffeln oder eben Getreide her. Dazu arbeiten sie im Labor, wo sie Zucker, Hefe, Wasser und andere Zutaten nach genauen Rezepturen zu köstlichen Bränden verarbeiten.

Diese Berufsausbildung wird nur in bestimmten Regionen angeboten.

 

Dauer der Ausbildung

  • 3 Jahre

 

Ausbildende Betriebe

  • Spirituosenhersteller
  • Brennereien

 

Abschluss

  • Die Ausbildung endet mit bestandener Abschlussprüfung.

Die Ausbildungsinhalte sind mit denen zum/zur Brenner/-in vergleichbar:

Brenner/-in

Brenner/-innen stellen hochprozentige Getränke aus natürlichen Rohstoffen her. Dazu nehmen sie Rohstoffe, wie z. B. Kartoffeln, Getreide und Obst in Empfang, kontrollieren und lagern sie, bereiten Rohstoffe auf und schließen sie auf (chemisches Verfahren zur Auflösung bestimmter Stoffe), um Stärke zu gewinnen. Sie stellen Maische  und Hefe nach verschiedenen Verfahren her, stellen Verzuckerungsstoffe her und verarbeiten sie. Sie vergären die Maische zu Alkohol, destillieren den Roh- und Feinbrand, verschneiden (mit anderem Alkohol vermischen) und lagern den Feinbrand, verwerten die Schlempe (Bestandteil der Maische; sehr eiweißhaltig, wird in der Masttierhaltung als Futtermittel eingesetzt) und wenden dabei die Bestimmungen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes an.

  • Brenner/-innen arbeiten für …
  • Spirituosenhersteller
  • Alkoholbrennereien
  • Essighersteller

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

 

Bewerber/-innen sollten …

  • an chemisch-biologischen Vorgängen interessiert sein
  • gute Zensuren in Chemie haben
  • technisches Verständnis haben
  • verantwortungsbewusst und sorgfältig arbeiten

 

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber einen Hauptschulabschluss. Manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich (Vergütungstabelle). Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht‘s weiter, beispielsweise als Brennermeister/-in. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein.

Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.

 

  • Getränkeherstellung
  • Nahrungs- und Genussmittel
  • Mess- und Regeltechnik

 

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u. a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Brennermeister/-in
  • Destillateurmeister/-in

 

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich.