Fachkräfte für Hafenlogistik kontrollieren, steuern und überwachen den logistischen Prozess, insbesondere die Anlieferung und den Abtransport von Containern. Sie kontrollieren einkommende und ausgehende Containerladungen insbesondere auf Vollständigkeit und mögliche Beschädigungen und führen bei Bedarf werterhaltende Maßnahmen durch. Sie lagern und bearbeiten Container und Güter, überprüfen die Frachtpapiere, führen die Ladungsplanung und den Umschlag von Gütern durch. Dazu haben sie Grundkenntnisse im Zollwesen sowie sonstigen rechtlichen Bestimmungen des Handelsverkehrs.

Fachkräfte für Hafenlogistik arbeiten in See- und Binnenhäfen für …

  • Im- und Export-Unternehmen
  • Stauereibetriebe
  • Reedereien
  • Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Bewerber/-innen sollten …

  • kontaktfreudig sein und gern mit Menschen umgehen
  • Organisationstalent besitzen
  • verantwortungsbewusst arbeiten
  • gute Zensuren in mindestens einer Fremdsprache haben

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens einen Hauptschulabschluss. Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich (Vergütungstabelle). Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht‘s weiter, beispielsweise als Verkehrsfachwirt/-in. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein.

Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.:

  • Lager- und Verkehrsplanung
  • EDV im Verkehrs- und Speditionswesen
  • Europäische Logistik

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Hafenfacharbeiter/-in
  • Verkehrsfachwirt/-in
  • Fachkaufmann/-frau
  • Vorratswirtschaft

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, z.B. Dipl.-Betriebswirt/-in