Geomatiker/-innen werten Geodaten (z. B. Satellitenbilder, Vermessungsergebnisse, Luftaufnahmen) aus und planen die Gestaltung von Karten und Grafiken. Sie legen Kartenbild, Maßstab, Farben und Schriftgröße fest und erstellen Skizzen. Hiernach setzen sie die Geodaten in Karten, in Grafiken oder multimediale Produkte mit Hilfe spezieller Software um, kontrollieren die ausgeführten Arbeiten und bessern Fehler aus. Sie korrigieren und aktualisieren Kartenmaterial und sorgen dafür, dass die aufbereiteten Daten zur weiteren Verwendung zur Verfügung stehen.

 

Geomatiker/-innen arbeiten für …

  • Behörden des Bundes, der Länder und der Kommunen
  • kartographische oder Schulbuch-Verlage
  • kartographische oder geographische Institute

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

 

Bewerber/-innen sollten …

  • sehr genau und mit Geduld arbeiten
  • gerne am Computer arbeiten
  • zeichnerisch begabt sein
  • Spaß an Geographie haben
  • räumliches Vorstellungsvermögen haben
  • gutes Farbsehvermögen haben

 

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss. Manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife).Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

 

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich (Vergütungstabelle). Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht‘s weiter, beispielsweise als Diplom-Ingenieur/-in für Kartographie. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.

  • Farbreproduktionen
  • Desktop
  • Publishing
  • Elektronische Retusche

 

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Industriemeister/-in Druck
  • Layouter/-in

 

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, z.B.

  • Dipl.-Ingenieur/-in Kartographie