Lacklaboranten/-innen behandeln Untergründe vor, beschichten sie und prüfen Beschichtungen. Sie entwickeln und verfeinern Rezepturen für wasserverdünnbare Beschichtungsstoffe und -systeme für Holz und Holzwerkstoffe, Kunststoffoberflächen, metallische und mineralische Untergründe. Sie stellen diese Beschichtungsstoffe her, tragen sie auf und prüfen sie. Darüber hinaus formulieren und stellen sie lösemittelhaltige Beschichtungsstoffe und -systeme für Holz und Holzwerkstoffe, Kunststoffoberflächen und metallische Untergründe her und verfahren auch mit diesen so. Sie beschäftigen sich mit der korrosionsschützenden Beschichtung  von Autoblechen, formulieren Bindemittel, stellen sie her und prüfen sie, führen farbmetrische Arbeiten (Farbmessungen) durch und untersuchen Beschichtungen, um Oberflächenstörungen festzustellen.

 

Lacklaboranten/-innen arbeiten für …

  • Lack- und Farbenhersteller
  • Lackrohstoff-Industrie
  • Druckfarbenindustrie
  • lackverarbeitende Industrie

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

 

Bewerber/-innen sollten …

  • gute Kenntnisse in Physik, Chemie und Mathe haben
  • gutes Farbsehvermögen haben
  • gerne mit moderner Technik umgehen
  • genau und sorgfältig arbeiten
  • gute Beobachtungsgabe haben
  • handwerklich geschickt sein

 

Nicht geeignet ist die Ausbildung …

  • bei Empfindlichkeit oder Allergien gegenüber Lösungsmitteln

 

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Manche Betriebe erwarten aber die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Die Ausbildungsdauer beträgt dreieinhalb Jahre. Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Prüfung statt, deren Ergebnis in das Gesamtergebnis der Abschlussprüfung einfließt. Die Ausbildung besteht aus einer gemeinsamen Qualifikation für die Berufe Biologielaborant/-in, Chemielaborant/-in, Lacklaborant/-in,berufsspezifischen Pflichtqualifikationseinheiten sowie sechs Wahlqualifikationseinheiten.

 

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich (Vergütungstabelle).

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht‘s weiter, beispielsweise als Techniker der Fachrichtung Farb- und Lacktechnik. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B. über:

  • Verfahrenstechnik
  • Messtechnik

 

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Industriemeister/-in
  • Techniker/-in für Farb- und Lacktechnik

 

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, z.B. Dipl. Ingenieur/-in Chemie