Die Berufsausbildung gliedert sich in gemeinsame Ausbildungsinhalte und in die Ausbildung in einer der Fachrichtungen: 1.  Metalltechnik, 2.  Kunststofftechnik, 3.  Wärmebehandlungstechnik, 4.  Systemtechnik. Werkstoffprüfer/-innen der Fachrichtung Metalltechnik ermitteln, ändern und beurteilen Werkstoffeigenschaften führen metallografische Untersuchungen durch wenden zerstörungsfreie Werkstoffprüfverfahren an analysieren Fehlerursachen fertigen Prüfberichte. Werkstoffprüfer/-innen der Fachrichtung Kunststofftechnik beurteilen Aufbau, Struktur und Eigenschaften von Kunststoffen wenden Verarbeitungs­verfahren für Kunststoffe an ermitteln mechanisch-technologische Eigenschaf­ten von Kunststoffen ermitteln thermische, physikalisch-chemische und morphologische (Lehre von Formen und ihrem Wandel) Eigenschaften wenden zerstörungsfreie Werkstoffprüfverfahren an analysieren Fehlerursachen und fertigen Prüfberichte Werkstoffprüfer/-innen der Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik beurteilen Änderungen von Werkstoffeigen­schaften wählen Wärmebehandlungsverfahren aus bedienen Wärmebehandlungsanlagen geben wärmebehandelte Teile frei prüfen und bestimmen Werkstoffeigenschaften wenden zerstörungsfreie Werkstoffprüfverfahren an analysieren Fehlerursachen und fertigen Prüfberichte Werkstoffprüfer/-innen der Fachrichtung Systemtechnik bereiten Prüfeinsätze in technischen Syste­men vor richten Prüfarbeitsplätze in technischen Systemen ein führen Prüfverfahren und -prozesse in unterschiedlichen Einsatzgebieten durch analysieren Prüfergebnisse dokumentieren technische Systemzustände analysieren Fehlerursachen und fertigen Prüfprotokolle

Werkstoffprüfer/-innen arbeiten für …

  • Materialprüfämter
  • Forschungsinstitute
  • Werkstoffprüfanstalten
  • Kunststoff- und chemische Industrie
  • Werkstofflabore von Betrieben des Maschinenbaus
  • des Fahrzeugbaus
  • der Elektro- und Elektronikindustrie
  • der Eisen-, Stahl- und Nichteisenmetallerzeugung

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Bewerber/-innen sollten …

  • guten Zensuren in Physik und Chemie haben
  • interessiert sein am Umgang mit Technik
  • sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeiten

 

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Der Lehrbetrieb entscheidet, in welcher der vier Fachrichtungen die Spezialisierung erfolgt. Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Prüfung statt deren Ergebnis in die Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung einfließt. Die Ausbildung endet nach dreieinhalb Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich (Vergütungstabelle). Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht’s weiter, beispielsweise als Techniker/-in der Fachrichtung Physik. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbstständigkeit sein. Es gibt  jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.

  • Qualitätssicherung
  • Automatisierung im Labor
  • Arbeits- und Umweltschutz

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind je nach Fachrichtung verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u. a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Industriemeister/-in der Fachrichtung Metall
  • Techniker/-in der Fachrichtung Physik
  • Techniker/-in der Fachrichtung
  • Umweltschutztechnik
  • Staatlich geprüfte/r Werkstoff- und Prüftechniker/-in

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, z.B.

  • Dipl.-Ingenieur/-in Werkstofftechnik