Doch wie sieht es aus, wenn die Arbeitnehmer daheim einen Arbeitsunfall haben? Wir haben für Sie einige Fakten zur besseren Absicherung bei Arbeitsunfällen im Home Office zusammengestellt:

Der Arbeitnehmer ist grundsätzlich verischert

Wer für seinen Arbeitgeber arbeitet, ist grundsätzlich in der gesetzlichen Unfallversicherung – kurz GUV – versichert. In den Räumen des Arbeitgebers greift dieser Schutz überall: Am Arbeitsplatz genauso wie auf dem Weg zur Kantine. Sogar wer auf dem Weg in die Teeküche in den Fluren des Unternehmens stolpert und sich ein Bein bricht, ist versichert.

Gesetzlicher Versicherungsschutz gilt nur direkt im Home Office

Bei der Arbeit im Home Office ist die Regelung anders als im Brüo: Daheim greift der Schutz der GUV nur bei einem Arbeitsunfall direkt am Arbeitsplatz oder auf dem unmittelbaren Weg zum heimischen Arbeitsplatz. Ein Zwischenstopp in der Küche ist nicht versichert. Kocht ein Arbeitnehmer sich daheim einen Tee und verletzt sich dabei auf dem Weg in die Küche, sind weder der Arbeitgeber noch die GUV zu einer Leistung verpflichtet.

Arbeitsbereich ist dort, wo gearbeitet wird

Alle Räume, in denen man nicht seiner eigentlichen Berufstätigkeit nachgeht, gelten als Privatbereich. Sobald die versicherte Beschäftigung unterbrochen wird, sind die Arbeitnehmer in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr über die gestzliche Unfallversicherung versichert. Wer auch bei einem Zwischenstopp im Kinderzimmer oder in der Küche versichert sein möchte, kommt ohne private Unfallversicherung nicht aus. Die private Ergänzung zur GUV leistet nämlich auch bei Unfällen in der Freizeit, beim Sport, zuhause und auch im Home Office. Sogar bei Invalidität oder Unfalltod werden die in der Versicherungspolice für diese Fälle vereinbarten Summen geleistet.

Gesetzliche Vorgaben gelten auch im Home Office

Es gelten grundsätzlich die gleichen gesetzlichen Rahmenbedingungen wie bei der Arbeit direkt im Unternehmen. So sollte etwa die Arbeitszeit auch daheim nicht länger sein als im Büro. Das ist wichtig, weil Übermüdung und Überanstrengung auch im Home Office zu Arbeitsunfällen führen können. Pausenzeiten müssen eingehalten werden: Wer mehr als sechs Stunden am Tag arbeitet, muss eine halbstündige Pause machen.

Auch die Austattung des Arbeitsplatzes muss den Rechtsschutzbestimmungen entsprechen. Das fängt bei der Raumgröße an und gilt auch für Beleuchtung und Büromöbel. All das muss der Arbeitgeber auch überprüfen können, weshalb die Mitarbeiter im den Zutritt zur Wohnung erlauben müssen.