„Allerdings”, erklärt Peter Weck von der Rechtsanwaltsgesellschaft Beiten Burkhardt, „müssen auch die Interessen des Arbeitnehmers berücksichtigt werden.” Und dazu zählt – gerade in diesen Tagen – die Gesundheit des Angestellten. „Wenn also die Reise etwa in ein innerdeutsches Risikogebiet nicht zwingend notwendig ist, kann man angesichts der derzeitigen Lage unter Umständen von einer unbilligen und damit unwirksamen Weisung ausgehen”, erklärt Weck. Heißt: Der Chef darf einen nicht ohne triftigen Grund auf Dienstreise in einen Corona-Hotspot schicken, schon gar nicht wenn Alternativen wie eine Videokonferenz ebenso ihren Zweck erfüllen würden.