In dem Fall war ein Ehepaar über 15 Jahre lang in einer Stadt, 300 Kilometer entfernt vom Heimatdorf, beschäftigt und setzte Heimfahrten als Werbungskosten ab. Das Finanzamt lehnte den Abzug ab. Begründung: Nach der Lebenserfahrung sei der Lebensmittelpunkt der Familie inzwischen am Beschäftigungsort. Die Familie wehrte sich und überzeugte das Finanzgericht Münster. Das Paar konnte darlegen, dass der Lebensmittelpunkt nach wie vor am Heimatort war, weil keinerlei Kontakte am Arbeitsort bestünden, Haus- und Zahnärzte am Heimatdorf seien und das Paar erheblich in das dortige Wohnhaus investiert habe.