Eine sehr hohe Summe Geld geht demzufolge Menschen verloren, die bereits zu Beginn ihres Arbeitslebens berufsunfähig werden. Und dieses Risiko ist nicht so klein, wie viele glauben: Durchschnittlich jeder vierte Arbeitnehmer wird nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) im Laufe seines Erbwerbslebens berufsunfähig. Immer häufiger sind psychische Erkrankungen die Ursache, in jedem Alter können Menschen davon betroffen sein. Sein wichtigstes Kapital sollte man gut schützen und sich gegen eine Berufsunfähigkeit versichern. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt ab einem ärztlich festgestellten Berufsunfähigkeitsgrad von 50 Prozent. Falls also jemand dauerhaft aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls zu 50 Prozent seine aktuelle Tätigkeit nicht mehr ausüben kann, erhält er die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente. Sie kann dazu beitragen, den gewohnten Lebensstandard weitgehend aufrechtzuerhalten.

Früh abschließen

„Eine Berufunfähigkeitsversicherung ist für jeden sinnvoll – abschließend sollte man sie aber möglichst schon in jungen Jahren, etwa als Schüler, Abiturient oder Azubi”, rät Amar Banerjee, Mitglied der GEschäftsleitung beim Versicherer Swiss Life Deutschland. Die Prämien sein dann noch sehr günstig, vor allem aber liegen meist keine Vorerkrankungen vor, die später den Abschluss erschweren können. „Gesundheitsfragen sollten wahrheitsgemäß und komplett beantwortet werden”, lautet der Ratschlag von Banerjee. Auch vermeintliche Kleinigkeiten müssen erwähnt werden, denn im schlimmsten Fall erhalte man bei nicht wahrheitsgemäßen oder unvollständigen Angaben ansonsten später keine Leistung.

Besondere Phasen im Leben überbrücken

Wer aufgrund von finaziellen Engpässen – etwa durch Arbeitslosigkeit, Eltern- beziehungsweise Kindererziehungszeit oder eine Weiterbildung in Vollzeit – den vollen Beitrag für die Versicherung nicht aufbringen kann, hat die Möglichkeit, für fünf Euro monatlich für bis zu 36 Monate den Schutz aufrechtzuerhalten. Im Leistungfall zahlt der Versicherer dann 70 Prozent der ursprünglich vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente aus.