Augen auf bei der Jobsuche: Laut Kai Fain, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Compliance (kurz: DICO), hat sich die Zahl falscher und betrügerischer Job-Angebote im Internet in Deutschland stark erhöht. Im Fokus der Täter steht dabei die Sammlung wichtiger Personendaten zum Zwecke des Identitätsdiebstahls und Abzocke durch vermeintliche Vermittlungsgebühren oder dergleichen.

Datenklau und Weiterverkauf

Die Täter sitzen meist im Ausland und sind bestens organisiert. Ziel der Betrüger ist es, an die Daten der Bewerber zu kommen. Das machen sie mithilfe von gefälschten Stellenanzeigen in Internet-Börsen oder sie verschicken diese per E-Mail. Die Job-Suchenden sollen eine Vermittlungsgebühr zahlen oder eine Spezialsoftware kaufen, um mehr über den Job zu erfahren oder sich dort bewerben zu können. Die dafür eingegebenen Daten nutzen die Betrüger, um diese gewinnbringend weiterzuverkaufen – oder sogar um direkt an die Konten und das Geld von den Jobsuchenden zu kommen.

In Deutschland sind die Kriminellen vermutlich eher auf die Ansammlung gewisser Daten aus, um diese für viel Geld weiterzuverkaufen.

So können Sie sich schützen

Wenn Sie auf eine Stellenanzeige reagieren, sollten Sie einige Dinge beachten, damit Sie nicht auf Betrüger reinfallen. Hier ein paar Tipps:

Werden sensible Daten von Ihnen verlangt? Dann sollten Sie hellhörig werden und genau überlegen, was Sie wirklich weitergeben. Schicken Sie nie Dokumente wie Bilder vom Personalausweis oder Kreditkartendaten einfach so an fremde Menschen.

Überweisen Sie nie einfach so Geld an eine Firma. Seriöse Unternehmen verlangen weder eine Vermittlungsgebühr noch den Kauf einer spezielle Software von ihren Bewerbern.

Für mehr Sicherheit sollten Sie vorab prüfen, ob die Stellenausschreibung auch auf der Internetseite des Unternehmens steht. Ist das nicht klar ersichtlich, dann kontaktieren Sie das Unternehmen telefonisch und fragen Sie nach, ob es die Stelle wirklich gibt.

Bekommen Sie während des Bewerbungsverfahrens Geld überwiesen, das Sie weiterleiten sollen, dann sollten Sie misstrauisch werden und die Polizei kontaktieren. Es könnte sein, dass die Betrüger Sie zur Geldwäsche nutzen und Sie so in eine Straftat hineingezogen werden.

Wichtig: Generell ist es natürlich am sichersten sich auf Ausschreibungen auf der offiziellen Internetseite der jeweiligen Firma zu bewerben.