Das verändert auch die Sichtweise auf Beruf und Karriere. Unternehmen sollten sich schnell auf die neue Generation einstellen, denn Schätzungen zufolge werden die zwischen 1980 und 1995 geborenen Millennials bereits im Jahr 2025 die größte Gruppe auf dem deutschen Arbeitsmarkt sein. Entgegen verbreiteter Vorurteile will auch diese Generation beruflichen Erfolg – bloß anders. Sie legt weniger Wert auf Status und Prestige, wichtiger sind vielmehr Freude an der Arbeit, Sinnsuche und eine Balance zwischen Beruf und Freizeit.

Regelmäßige Arbeitsplatzwechsel als Turbo für die Karriere

Während es früher üblich war, vom Berufseinstieg bis zur Rente im selben Unternehmen zu arbeiten, ist es heute normal, regelmäßig den Job zu wechseln. Diese Entwicklung dürfte sich in den kommenden Jahren noch verstärken. Laut einer Studie des Gallup-Instituts etwa wechseln Millennials häufiger ihren Job als alle anderen Generationen. „Im Grunde ist es in vielen Berufen sogar empfehlenswert, nicht länger als drei bis fünf Jahre in einer Position zu verharren. Das sogenannte Jobhopping kann als Karrieresprungbrett für Arbeitnehmer dienen”, sagt Henrik Straatmann von der Adecco Group Deutschland. Millennials, denen oft nachgesagt wird, keine klassische Karriere machen zu wollen, könnten sich durch den häufigeren Jobwechsel und durch das Arbeiten in verschiedenen Projekten schneller bereichernde Erfahrungen aneignen. „Auch Zeitarbeit oder die Tätigkeit als Freelancer bieten die Möglichkeit, Erfahrungen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern zu sammeln, das eigenen Profil zu schärfen und ein gutes Netzwerk aufzubauen”, so Straatmann weiter.

Zeitarbeit sorgt für Flexibilität und Sicherheit

Sich nicht gern festlegen, aber dennoch Sicherheit einfordern: So wird die Generation Y häufig beschrieben. Arbeitsmarktexperten haben für diesen Wunsch nach Flexibilität bei gleichzeitiger Sicherheit ein eigenes Wort gefunden: „Flexicurity” ist heute gefragt. Auch vor diesem Hintergrund gewinnt Zeitarbeit an Attraktivität. Damit haben Mitarbeiter sowohl die Absicherung durch geregelte Rahmenbedingungen und Verträge, können aber gleichzeitig auch flexible Arbeitsmodelle ausprobieren. Eine Herausforderung: Projekte lassen sich zeitlich nicht immer perfekt aufeinander abstimmen, sodass Leerlauf entstehen kann. Personaldienstleister unterstützen bei der nahtlosen Vermittlung des nächsten Projekts.