Das hat das LAG Baden-Württemberg in einem Urteil vom 6. März 2019 entschieden. Die Klage eines Arbeitnehmers, der im familieneigenen Weingut mithalf und die Möglichkeit haben wollte, an bis zu 20 halben Tagen pro Jahr kurzfristig – je nach Wetterlage – im Weinberg arbeiten zu können, blieb erfolglos.

Zwar sind bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs die Wünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen. Eine „Atomisierung” des Urlaubsanspruchs widerspricht jedoch dem Grundsatz, dass Urlaub zusammenhängend zu gewähren ist. Nur so kann der Urlaub Erholungszwecken dienen. Der bloße Wunsch des Arbeitnehmers nach Urlaub in Kleinstraten ändert daran nichts.