Wer dabei erwischt wird, muss deshalb mit einer Kündigung rechnen – auch ohne vorherige Abmahnung. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz hervor. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hin. Der Kläger in dem Fall war der ehemalige Restaurantleiter einer Systemgastronomie-Kette. Ende Februar 2016 hatte ihm sein Arbeitgeber gekündigt, fristgerecht zum 30. Juni, aber ohne vorherige Abmahnung. Der Grund: Er habe in die monatlichen Stundenlisten für sich selbst Arbeitszeiten eingetragen, zu denen er gar nicht gearbeitet hatte.