Den Mittelfinger zu zeigen, ist eine sehr respektlose Beleidigung. Wer so etwas macht, riskiert die fristlose Kündigung. Beispiel: Das Landesarbeitsgericht Hamm (Nordrhein-Westfalen) bestätigte die fristlose Kündigung gegen einen Mitarbeiter, der 23 Jahre im Betrieb war. Er hatte auf der Weihnachstfeier seinem Chef den Stinkefinger gezeigt und ihn unter anderem als „A****loch” bezeichnet. Jede Beleidigung ist vertragswidrig, aber nicht immer mit Folgen: Entscheidend für die Konsequenzen ist der Kontext, in dem beleidigt wird. Das Arbeitsgericht Frankfurt am Main entschied zum Beispiel, dass eine lautstarke Auseinandersetzung auf einer Baustelle anderes zu bewerten ist als ein Streit im Büro. Heißt: Auf Baustellen geht es eben rauer zu, hier bekommt man nicht so schnell eine Abmahnung oder Kündigung.