Zulagen für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind im Rahmen des Üblichen unpfändbar, solche für Schicht-, Samstags- oder Vorfestarbeit dagegen sind der Pfändung nicht entzogen. Bei der Frage, wie weit der Rahmen des Üblichen geht, kann an die Regelung in § 3b Einkommensteuergesetz (EStG) angeknüpft werden. Das geht aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) hervor (Az.: 10 AZR 859/16). Geklagt hatte eine Hauspflegerin, die für einen Betreiber von Sozialstationen tätig war. Nach einem mittlerweile wieder aufgehobenen Insolvenzverfahren war die Klägerin in der sogenannten Wohlverhaltensphase. Ihre pfändbare Vergütung hatte sie an einen Treuhänder abgetreten.