Arbeit ist das halbe Leben, sagt der Volksmund. Da liegt es doch nahe, dass sich die Menschen ihren Arbeitsplatz, speziell wenn das ein Büro ist, nach dem persönlichen Geschmack gestalten. Was aber darf überhaupt ins Büro, was ist Tabu? Die Grenzen sind fließend, sagt Arbeitsrechtler Lars Winkler. Ein Bild etwa, das eine leicht bekleidete Frau mit üppigem Ausschnitt zeigt, könnte der Arbeitgeber verbieten, denn das kann man als anstößig empfinden. Genauso ist das mit politischen Meinungsäußerungen als private Gestaltung eines Büros. Das kann der Arbeitgeber unterbinden, bis hin zur Benutzung von Parteikugelschreibern. Bei weltanschaulichen Bildern kommt es auf den Einzelfall an. Das Bild eines erlegten Tieres im Büro eines Hobby-Jägers muss der vegetarische Schreibtischnachbar sich zum Beispiel nicht gefallen lassen. Und das Bild von Frau, Kind oder Hund? Das ist kein Problem, der Arbeitgeber müsste schon triftige Gründe aufbringen, um so etwas zu verbieten, etwa wenn es Nacktbilder der Frau wären.