Körperschmuck, zumindest in der Form von Tätowierungen und Piercings, ist längst Mode geworden. Dennoch ist Körperschmuck im Arbeitsverhältnis nicht generell akzeptiert, sondern vielen Arbeitgebern ein Dorn im Auge. Kunden sollen durch ein unpassendes Aussehen zum Beispiel der Bankangestellten oder des Anwalts nicht abgeschreckt werden. Zwar ist es das Recht eines jeden zu entscheiden, was er anzieht, wie er sich schmückt und sein Äußeres gestaltet. Dennoch darf der Arbeitgeber von seinen Mitarbeitern verlangen, dass sie sich, sofern sie Kundenkontakt haben, „branchenüblich kleiden“. Er kann den Stil des Hauses vorgeben, um dem berechtigten Interesse des Arbeitgebers nach einem einheitlichen Erscheinungsbild und den Erwartungen der Kundschaft Rechnung zu tragen.