Das entschied das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern (Az. 2 Sa 214/18). Der Tankstellenbesitzer hatte im Kassenraum und im Lagerbereich Kameras installiert. Einige der versteckt instalierten Aufnahmegeräte dienten nicht dem Schutz vor oder der Aufklärung von Überfällen, so das Gericht. Sie wurden vielmehr dazu eingesetzt, die Beschäftigten zu kontrollieren und zu überwachen, ob sie womöglich Zigaretten oder Alkohol aus dem Verkaufsraum stehlen. Eine solche anlasslose Überwachung ist nach Paragraf 26 des Bundesdatenschutzgesetzes verboten. Der Mann hatte gekündigt, dann seinen Arbeitgeber auf Schadenersatz verklagt und Recht bekommen.