Doch wie wichtig ist das Arbeiten im Team in der Praxis tatsächlich, wird es von den deutschen beschäftigten auch so hoch eingeschätzt? 52 Prozent und damit nur knapp mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer sind der Ansicht, dass sie im Team mehr leisten als alleine. Immerhin 48 Prozent halten sich dagegen als „Einzelkämpfer“ für produktiver.

Teamarbeit ist sozial anerkannt

Obwohl die Arbeitnehmer in Deutschland das Teamwork insgesamt skeptischer betrachten, spüren auch sie den meist großen Stellenwert, den die Zusammenarbeit in der eigene Firmenkultur einnimmt. Teamarbeit genießt in den Unternehmen ein hohes Ansehen und wird auch entsprechend belohnt. Zugleich wünschen sich Arbeitnehmer aber, dass der Chef noch mehr ins Sachen Teamwork tun könnte: Der Arbeitgeber sollte mehr Zeit aufwenden, um die Zusammenarbeit unter Mitarbeitern zu fördern.

Unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten

Die Arbeitnehmer sind davon überzeugt, dass durch die technologische Weiterentwicklung – etwa durch die Digitalisierung – das gemeinsame Arbeiten in Zukunft eine immer größere Bedeutung gewinnen wird. Moderne Technik macht vor allem die Bildung virtueller Teams möglich. In Konzernen oder Unternehmen, die über unterschiedliche Standorte verfügen, ist das schon keine Zukunftsmusik mehr: Arbeitsgruppen werden installiert und gemeinsam Projekte bearbeitet. Bezüglich der Produktivität stehen die Arbeitnehmer diesen virtuellen Teams jedoch eher skeptisch gegenüber: Die Zusammenarbeit klappt besser, wenn man sich persönlich begegnet.

Diversität führt zu Synergien

Ein anderes Schlagwort ist die Diversität in einem Team. Darunter versteht man die Zusammenarbeit von Mitarbeitern unterschiedlichen Alters, Geschlechts und kulturellen Hintergrunds. Ebenso kann man unter dem Fachbegriff Diversität aber auch die Mischung unterschiedlicher Erfahrung sowie unterschiedlicher Fähigkeiten und Kompetenzen verstehen. Um den Veränderungen einer globalisierten, digitalisierten und spezialisierten Arbeitswelt adäquat zu begegnen, setzen Firmen immer öfter auf die Synergien gemischter Teams. Ziel des sogenannten Diversity-Managements ist es, die Heterogenität der Beschäftigten zum Nutzen aller Beteiligten zu nutzen.