Edelsteinschleifer/-innen beurteilen Edelsteine und klassieren sie, bereiten die zunächst grob geschnittenen Steine zum Schleifen vor, trennen und formen sie, entfernen Blasen und Schlieren. Hiernach schleifen sie die Steine mit Hilfe unterschiedlicher Schleiftechniken, polieren und bohren Steine, bearbeiten die Steine nach und erhitzen, versiegeln und fetten sie.

Edelsteinschleifer/-innen arbeiten für …

  • handwerkliche und industrielle Betriebe der Schmuckherstellung

 

Bewerber/-innen sollten …

  • Spaß an Feinarbeit haben
  • sehr sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeiten
  • geduldig und ausdauernd sein
  • gutes Seh- und Farbsehvermögen haben

 

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens einen Hauptschulabschluss. Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Gesellen- bzw. Abschlussprüfung. Ausbildungsvergütung Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich (Vergütungstabelle). Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht‘s weiter, beispielsweise Edelsteingestalter/-in. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein.

Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.:

  • Edelsteinbearbeitung
  • Schmuckrestaurierung
  • Gebrauchtschmuck-Bewertung

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Edelsteinschleifermeister/-in
  • Gestalter/-in der Fachrichtung Edelstein/Schmuck

 

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, z.B.

  • Dipl.-Designer/-in